Ich bin Beispiel dafür, was möglich ist

Ich erzähle meine Geschichte, weil ich weiß, dass sie Menschen, die in ihrem Leben vor großen Herausforderungen stehen, Hoffnung und Inspiration gibt.

Große Herausforderungen

Meine Kindheit war von Angst und Isolation geprägt. In meinem 20. Lebensjahr verlor ich meinen jüngeren Bruder und mein erster Mann starb, als ich dreißig war. Ich litt viele Jahre an Angstzuständen und Depressionen.

Lange Zeit dachte ich, alle Antworten lägen in der Psychologie. In meinem Bestreben, mich selbst zu verstehen und zu heilen, wurde ich Psychologin, Familien- und Beziehungspsychotherapeutin und Verhaltensforscherin. Ich habe in diesen Bereichen zweifellos etliche Lösungen gefunden und konnte diese an andere weitergeben.

2007 ereignete sich dann die größte Herausforderung meines Lebens, als mein zweiter Mann sich das Leben nahm. Er hinterließ keine Nachricht – er ging einfach fort und ließ mich mit unseren Kindern zurück.

Ich war am Boden zerschmettert. Nichts, was ich durch die Psychologie gelernt hatte, gab mir die Werkzeuge, um damit umgehen zu können. Ich verfiel in den Überlebensmodus (Kampf, Flucht, Erstarren), und über etliche Jahre lebte ich in den Gefühlen von Wut, Hoffnungslosigkeit, Schuld und Scham, Trauer, Angst und Furcht.

Wenn man so lange mit chronischem Stress lebt, kann man krank werden – genau das ist mir schließlich passiert. Der Stress hat in meinem Körper eine ernsthafte Immunreaktion ausgelöst. Ich verlor die Fähigkeit zu gehen. Ich verlor meinen Job und mein Einkommen. Ich konnte mich nicht mehr um meine Kinder kümmern. Ich war viele Jahre lang krank.

Die Kortikosteroide, die ich zur Steuerung der Immunreaktion einnahm, verursachten eine weitere Erkrankung, die in meinem ganzen Körper Geschwüre verursachte. Kurz darauf wurden außerdem Depressionen diagnostiziert.

Im Jahr 2011 erhielt ich die Diagnose Speiseröhrenkrebs.

Ich erinnere mich an meinen dunkelsten Moment, als ich verzweifelt auf dem Boden lag und Gott um ein Zeichen anflehte, dass das Leben lebenswert ist.

Wie ich überlebte und aus dem Vollen zu schöpfen lernte

Mein Durchbruch stellte sich ein, als ich anfing, Workshops von verschiedenen Lehrern aus dem Bereich der Energieheilung zu besuchen. Sie alle sagen, dass wir durch die Art und Weise, wie wir denken, handeln und fühlen unsere eigene persönliche Realität schaffen. Mithilfe von Methoden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist, zeigten sie mir den Weg zur Veränderung.

Mir wurde klar, dass ich durch Meditation lernen konnte, mein eigenes Denken und meine eigenen emotionalen Zustände zu verändern – und ich glaubte, dass ich auf diese Weise auch meinen Körper heilen konnte.

Es war anfangs sehr schwierig, meine Denkmuster zu ändern. Ich hielt an einer Menge Trauer, Hoffnungslosigkeit und Verbitterung fest. Aber ich meditierte dreimal am Tag, und im Laufe des Jahres ging es mir emotional und mental besser. Ich wechselte zur Komplementär- und Energiemedizin, und 2012 stellte ich fest, dass sich meine körperliche Gesundheit verbesserte. Ich konnte wieder gehen und die Depression verschwand.

Dann, im Jahr 2013, zeigte eine Gastroskopie, dass der Speiseröhrenkrebs verschwunden war.

Seitdem habe ich mein ganzes Leben verändert. Ich bin vital und gesund und nach wie vor frei von Krankheiten. Emotional bin ich zu einem völlig anderen Menschen herangewachsen. Ich fühle mich stark und zuversichtlich.

Auch meine berufliche Laufbahn hat sich verändert. Ich habe mich von der klinischen Welt ab- und der neuen Wissenschaft der Meditation, Energiearbeit und Gesundheit zugewandt. Ich weiß, dass es funktioniert. Heute leite ich Workshops und Schulungen für Menschen, die mentales oder emotionales Trauma oder körperliche Erkrankungen bewältigen möchten.

Das größte Geschenk

Das Leben wird auch weiterhin Herausforderungen mit sich bringen und es gibt immer mehr zu entdecken – doch jetzt habe ich die Werkzeuge, die ich brauche. Ich meditiere nach wie vor jeden Morgen – das ist meine Lebensart geworden. Ich kreiere jeden Tag mit Liebe, Mitgefühl, Dankbarkeit und Freude. Ich sehe Möglichkeiten in uns allen. Und ich bin in der Lage, andere in ihrer Transformation zu unterstützen, weil ich diese Reise selbst erlebt habe.

Ich kann heute sagen, dass der Selbstmord meines Mannes die größte Herausforderung war, die das Leben für mich bereithielt. Sie hat es mir ermöglicht, auf eine Weise zu wachsen und zu heilen, die ich mir nie hätte vorstellen können.

Von Herzen,
Anouk

Möchten Sie mehr über mich erfahren? Sehen Sie sich dieses einstündige Interview mit Nina Kaiser von MindGourmet an. (Englisch)

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