Trauertherapie
Raum geben für Verlust – in deinem Tempo
Trauer entsteht, wenn etwas oder jemand, der wesentlich war, wegfällt. Das kann der Verlust eines geliebten Menschen durch den Tod sein, aber auch der Verlust von Gesundheit, Arbeit, Einkommen, einer Beziehung, einer Zukunftserwartung oder eines Gefühls von Sicherheit. Verloren geht nicht nur das, was war, sondern auch das, was niemals mehr sein wird.

Trauer ist kein gerader Weg
Jeder Mensch trauert auf seine eigene Weise und in seinem eigenen Tempo. Trauer verläuft selten linear. Manchmal scheint das Leben langsam wieder in Bewegung zu kommen, und dann kann die Traurigkeit plötzlich erneut mit voller Kraft auftauchen. Das ist kein Rückschritt, sondern Teil des Prozesses.
Manche Menschen geraten dabei ins Stocken. Nicht, weil sie etwas falsch machen, sondern weil der Verlust zu groß ist, um ihn allein zu tragen, oder weil frühere Traumata oder alte Verluste berührt werden. Trauer kann sich dann im Körper, im Nervensystem oder in wiederkehrenden Gedanken und Gefühlen festsetzen.
In solchen Situationen kann Begleitung helfen, wieder Bewegung und Raum zum Atmen entstehen zu lassen.
Wie ich in der Trauertherapie arbeite
In der Trauertherapie arbeite ich traumasensibel und mit Aufmerksamkeit für den Körper und das Nervensystem. Wir nehmen uns Zeit, bei dem zu verweilen, was wirklich da ist, ohne etwas zu erzwingen. Alles, was sich zeigt, darf da sein: Traurigkeit, Wut, Schuld, Scham, Erleichterung, Liebe, Sehnsucht oder Leere.
Durch das gemeinsame Sprechen, Fühlen und Aushalten dessen, was so schmerzhaft ist, entsteht nach und nach mehr Raum. Nicht, um den Verlust verschwinden zu lassen, sondern um ihm einen Platz im Leben zu geben, sodass er dich nicht weiterhin vollständig überflutet.
Trauertherapie bedeutet nicht loszulassen, sondern lernen zu tragen.
Für wen ist Trauertherapie geeignet?
Ich arbeite mit Jugendlichen ab zwölf Jahren und Erwachsenen, die mit Folgendem zu tun haben:
- Verlust durch Krankheit, Tod oder die Abwesenheit eines geliebten Menschen
- der eigenen Krankheit oder einer lebensbedrohlichen Diagnose
- dem Verlust von Arbeit, Einkommen oder existenzieller Sicherheit
- komplexer oder unverarbeiteter Trauer
- Trauer in Verbindung mit Trauma oder langanhaltendem Stress
Trauertherapie kann einzeln stattfinden, aber – wenn es unterstützend ist – auch gemeinsam mit Partner:innen oder anderen Familienangehörigen.

Was Trauertherapie bewirken kann
Trauertherapie nimmt den Schmerz nicht weg. Was sie jedoch bringen kann, ist mehr innere Tragfähigkeit, Sanftheit und Raum, wieder im Leben präsent zu sein. Viele Menschen erleben, dass Gefühle weniger überwältigend werden, der Körper zur Ruhe kommt und langsam wieder Verbindung möglich wird – zu sich selbst und zu anderen.
Trauer verändert sich. Und du veränderst dich mit ihr.

Praktisch
Die Trauertherapie findet in Sitzungen von einer Stunde (online) oder persönlich in meiner Praxis in Nijmegen / Lent statt, wobei persönliche Sitzungen in der Regel anderthalb Stunden dauern. Wenn du von weiter her kommst, schauen wir gemeinsam, was passend ist.
Wenn du zunächst herausfinden möchtest, ob diese Form der Begleitung zu dir passt, kannst du über die Kontaktseite ein Kennenlerngespräch von 30 Minuten buchen. Dabei schauen wir gemeinsam, ob und wie ich dich unterstützen kann.
Für aktuelle Preise und Verfügbarkeiten kannst du gerne Kontakt aufnehmen. Meine Honorare orientieren sich an spezialisierten Therapieleistungen, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.